Heute Abend fand im Gemeinschaftshaus Rangenberg eine Veranstaltung zum Thema Lärmschutz statt, zu der die gemeinnnützigen Vereine Kücknitz und Siems, die Siedlergemeinschaft Rangenberg sowie die CDU-Kücknitz und die SPD-Trave Nord eingeladen haben. Hintergrund der Veranstaltung ist der Lärmschutzwall, der an der B75 zwischen der Abfahrt Kücknitz und der Auffahrt zum Herrentunnel gebaut werden soll. Moderiert wurde der Abend von Hartmut Haase von der Siedlergemeinschaft Herreninsel damit das Ganze auch in einem neutralen Rahmen abläuft. Eingeladen waren Vertreter der Stadt, der Straßenbaubehörde und der Planer. Zuerst hielt ein Arzt des Gesundheitsamtes einen allgemeinen Vortrag über die Gefahren, die von Lärm ausgehen. Interessant hierbei war in meinen Augen, dass nicht nur der wahrgenommene Lärm zu gesundheitlichen Problemen führen kann, sondern dass auch der nächtliche Lärm, der gar nicht bewusst gehört wird, zu ebensolchen Folgen führen kann. Darauf wurde eine Karte vorgestellt, die auf Vermessungen der angrenzenden Häuser beruht und auf welcher die aktuelle Schallverteilung zu sehen ist.

Danach wurde gezeigt, welche Verbesserungen mit einer Lärmschutzwand zu erreichen sind. Die Rede ist hierbei von einer Verbesserung von bis zu 10db(a) im Erdgeschoss. In der anschließenden Diskussion haben sich noch einige Fragen ergeben, die ebenfalls ausführlich beantwortet wurden. So ist nicht damit zu rechnen, dass der Schall, der von der Lärmschutzwand “abstrahlt”, wenige Straßen weiter “herunterfällt” und somit zu einer stärkeren Belastung an dieser Stelle führt. Vielmehr verliert der Schall durch den längeren Weg an Energie und wird somit als leiser empfunden. Darüber hinaus könne man sich eine grüne Bepflanzung der Wände vorstellen, deren dauerhafte Pflege aber die Anwohner übernehmen müssten. Ebenfalls ausgeräumt werden konnten die Bedenken, dass die Wand die Anwohner im Dunkeln sitzen lasse. Der Abstand sei so groß, dass eine übermäßige Beeinträchtigung nicht zu erwarten sei. Die Lösung in Höhe der Tankstellen und der Bushaltestellen sieht ebenfalls vernünftig aus. Hier sollen Einbuchtungen und Übergänge gebaut werden. Leider lässt sich das sprachlich weniger anschaulich darstellen als auf den Bildern zu sehen war ;)
Insgesamt halte ich das für eine vernünftige Lösung. Angesichts von 30.000 Fahrzeugen (davon ca. 3.000 LKW), die dort täglich langfahren, dürfte die Wand eine weitere Entlastung bringen. Ausserdem handelt es sich hierbei um eine Leistung des Bundes, sodass die Stadt finanziell nicht belastet wird. Ich hatte auch den Eindruck, dass der größte Teil der anwesenden Anwohner mit dieser Lösung zufrieden ist.