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10
Jul 10

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16
Jan 10

Volkswagen Currywurst

Volkswagen Currywurst

Currywurst von Volkswagen

Als mir jemand erzählte, dass es von Volkswagen eine Currywurst gebe, hielt ich das für ähnlich glaubwürdig wie das Wahlprogramm der FDP. Aber, tatsächlich: Es gibt sie. Also die Currywurst. Von der „VOLKSWAGEN SERVICE FACTORY”. Und auf dem Kunstdarm der Wurst steht dann ”VOLKSWAGEN ORIGINALTEILE”. Angeblich gibt es die dort in der Kantine zu essen. Wie auch immer. Ich habe sie heute beim Edeka gekauft, gebraten und mit einer Portion Pommes aus dem Ofen gegessen. Abgesehen von den pappekligen Pommes, die wohl aus Kartoffelpüree gepresst wurden („besonders knusprig” — jaaaaaa, ganz knusprig…), war die Wurst ganz lecker. Nicht spektakulär aber lecker. Vielleicht lag es auch daran, dass ich hier keinen Curry habe, der da eigentlich rübergekippt gehört.

[Nachtrag] Die Currywurst scheint bekannter zu sein:

Über die Werksgrenzen hinaus ist die Currywurst der Volkswagen-Kantine in Wolfsburg bekannt. Pro Jahr werden mehrere Millionen verkauft. (Wikipedia)


10
Jan 10

Miss Daisy und ihr Schnee

Auf der Autobahn ©heipei CC-Lizenz: BY-SA

Das auf dem Bild ist zwar nicht die A1 zwischen Hamburg und Lübeck, aber so ungefähr sah es dort letzte Nacht auch aus. Also dunkler natürlich. Und die rechte Spur war zumindest freigefahren. Richtig spannend wurde es da einmal kurz hinter Hamburg und kurz vor Oldesloe. Dass es Schneewehen geben würde, lag durchaus nahe, auch dass diese sich nicht vorher anmelden und rechtzeitig Bescheid sagen lag im Bereich des zu Erwartenden. An besagten zwei Stellen waren aber plötzlich ansehnliche Schneemassen auf der Strasse verteilt. Das war zwar kein Problem, weil man bei so einem Wetter ohnenin nicht allzu schnell fahren kann, trotzdem aber nur mäßig witzig.

An dieser Stelle übrigens ein Gruß an die merkbefreiten LKW-Fahrer, die trotz geschlossener Schneedecke, Schneewehen und starkem Sturm stumpf mit 90 Km/h auf der Mittelspur vorbeirasen und auch die geliebten Elefantenrennen auf verschneiten Autobahnen austragen. All das war letzte Nacht so zu sehen auf der A1.

Der „Brüller” allerdings war, dass ich dann schließlich 700 Meter vor dem heimeligen Parkplatz steckengeblieben bin. In einer Schneewehe in der Siedlung. Künstlerpech.

Des Weiteren wäre ich übrigens dankbar, wenn dieser Sturm mal aufhören oder zumindest die Windrichtung wechseln würde. Soviel Ohropax habe ich hier nämlich nicht mehr auf Vorrat.


23
Dez 09

Ein ganz großer Jahresrückblick


18
Dez 09

BTX 2.0

Im YouTube Blog gibt es die Hits des Jahres 2009 zu lesen, also das was weltweit am beliebsten war. Naja, fast weltweit:

Most Watched music videos on YouTube (Global)*:

1. „Dieses Video enthält Content von Ultra Records. Es ist in deinem Land nicht mehr verfügbar.”

2. „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar.”

3. „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar.”

4. I’m On A Boat (ft. T-Pain) – Album Version

5. „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar.”

Von fünf Videos kann ich vier nicht sehen, weil, ja, äh, weil — keine Ahnung. YouTube schreibt dazu: “Note: Some music videos may be unavailable in your country due to copyright restrictions”. Hmm, is’ klar. Genau so habe ich mir das mit dem globalen Netz immer vorgestellt.


21
Nov 09

Analogsuppe?

Worauf ich als Kunde überhaupt nicht stehe, ist das Gefühl, ganz dezent hinters Licht geführt zu werden. Ich erinnere mich an eine Talkrunde auf NDRInfo vor kurzem, in der Verbraucherschützer und Hersteller über die Angaben diskutiert haben, die auf Lebensmitteln stehen müssen und wie „kreativ” dabei vorgegangen wird. Die Suppe, die ich eben gegessen habe, hat mich daran mal wieder erinnert:

Ohne Zugabe von Geschmacksverstärker Glutamat

Ohne Zugabe von Geschmacksverstärker Glutamat

Interessant wird es allerdings auf der Rückseite der Dose, wo die Zutaten aufgeführt sind:

Zutaten: Hefeextrakt

Zutaten: Hefeextrakt

Die Suppe enthält also „Hefeextrakt” und irgendwie fand ich es schon merkwürdig, dass dieser Hefeextrakt in relativ vielen Lebensmitteln zu finden ist, wenn man deren Zutatenliste mal genauer durchliest. Aber auch hier weiß Tante Google des Rätsels Lösung: Im Prinzip ist das nichts anderes als Glutamat!

“Hinter dem Begriff “Hefeextrakt” verbirgt sich letztlich nichts anderes als Geschmacksverstärker. (…) So entsteht ein Stoff – eben der Hefeextrakt –, welcher die geschmacksverstärkenden Substanzen Glutamat, Inosinat und Guanylat enthält.Das Schöne daran für die Lebensmittelindustrie: Hefeextrakt gilt laut Gesetz nicht als Geschmacksverstärker, sondern als natürliche Zutat. Wer in seinen Produkten über den Umweg Hefeextrakt also Glutamat einsetzt, darf trotzdem damit werben, keine Geschmackverstärker oder Glutamat zu verwenden.” (Quelle: Foodwatch)

“Hefeextrakt gilt als Lebensmittelzutat und darf daher eingesetzt werden wie Zucker, Salz oder Pfeffer. Anders der Geschmacksverstärker Natriumglutamat – dieser ist in Bio-Produkten verboten. Hefeextrakt enthält jedoch Glutamat, deshalb wird Hefeextrakt in Bio-Produkten zunehmend kritisch gesehen.” (Quelle: Öko-Test)

Ganz ehrlich: Ich habe kein Problem mit zugelassen Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Ich habe aber ein deutliches Problem damit, wenn ich verarscht an der Nase herumgeführt werde und man mir erzählt, dass ein Lebensmittel einen bestimmten Stoff nicht enthält, der dann — in anderer Form und unter anderem Namen — doch enthalten ist. Genau das sind übrigens die kleinen Mogeleien, die mein Vertrauen in die Lebensmittelindustrie doch arg strapazieren.


6
Aug 09

Komasaufen als Vorbild

Komasaufen leicht gemacht - ©jphintze CC-Lizenz: by-sa

Komasaufen leicht gemacht - ©jphintze CC-Lizenz: by-sa

Die Travemünder Woche ist vorbei und die Polizei ist “schockiert“: Schwerst alkoholisierte Jugendliche, die mit teils extremen Promillewerten auch gewalttätig wurden, sind in den zwei Wochen unangenehm aufgefallen. Vor allem die starke Zunahme der Fälle sei schockierend. Passend dazu hat die Gmünder Ersatzkasse Zahlen veröffentlicht, denen zufolge die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung drastisch zugenommen habe und auch diese Extremfälle auf die Jugendlichen nicht abschreckend wirken.
Nun bin ich weit davon entfernt, die Ursachen für das zunehmenden Betrinken von Jugendlichen klar benennen zu können. Allerdings sollten diejenigen, die als Erwachsene auch eine Vorbildfunktion gegenüber Jugendlichen haben, eventuell mal überdenken, was sie vorleben und wie Alkohol hier tagtäglich beworben und angepriesen wird. Nachmittags läuft im Radio Werbung für Korn(!), Bier (“Krombacher – offizieller Partner der Bundesliga”, lief eben gerade um 15:54 auf R.SH), das “Duckstein Festival” und so ziemlich jedes Sportereignis im Fernehen wird von irgendeiner Brauerei gesponsort. Dazu kommen dann noch Fernsehwerbung, die Biertrinken als coole Sache für junge, hippe Menschen verkauft und Kochsendungen in denen fleißig Wein ins Essen oder den Koch gekippt wird. Darüber hinaus ist Alkohol fester Bestandteil vieler Veranstaltungen, wo auch Kinder und Jugendliche anwesend sind: Schützenfeste, Karnevalsfeiern, Fußballspiele, Geburtstagsfeiern, Jubiläen und wasweißichnichtalllesnoch. Gerne gesehen sind auch die Kegel-, Fußball- oder sonstige Vereinsmannschaften, die nach Mallorca fliegen und sich da der Druckbetankung hingeben bis der sprichwörtliche Arzt kommt. Gekrönt wird das dann mit T-Shirts der Marke “Besoffen auf Mallorca 2009 – ich war dabei!”.
Ich will das alles im übrigen auch gar nicht verurteilen: Jeder Erwachsende soll sich nach seinem Geschmack so dermaßen betrinken können, wie er (oder sie) Lust hat! Viel Spaß dabei. Wer aber mit dem Finger auf Jugendliche zeigt, die sich sinnungslos besaufen, sollte mal kurz überlegen, wie wir als Gesellschaft den Umgang mit Alkohol vorleben. Da genügt es nicht, wenn man in der Schule Präventionsunterricht macht und den Jugendlichen die Gefahren des Alkohols erzählt, wenn sie am Nachmittag beim Fußballspiel sehen, wie viel dort gesoffen Bier getrunken wird.
Vielleicht kann man die Probleme des Komasaufens durch Werbeverbote, Verkaufskontrollen und andere Maßnahmen reduzieren. Gänzlich lösen kann man das Problem aber nur, wenn die Gesellschaft vorlebt, das Alkohol in kleinen Mengen ein Genussmittel ist und das hemmungslose Besaufen bis hin zur Alkoholvergiftung geächtet wird.