Kommunalpolitik


17
Jan 09

Die Trennung der BfL von der SPD

Totaldemokratie ©Herman Beun (cc:by-nc-nd)

Totaldemokratie ©Herman Beun (cc:by-nc-nd)

Mitunter sollte man einigen Behauptungen schnell entgegen treten, bevor sie sich verselbständigen. Daher werde ich mal kurz die eine oder andere Zeile zum vermeintlichen Trennungsgrund der BfL schreiben. Wie auf HL-Live und LN-Online berichtet, haben die “Bürger für Lübeck” (BfL) sich dazu entschlossen, nun doch keine nähere Zusammenarbeit mit der SPD anzustreben. Konkret heißt es im Artikel der LN:

“Grund der Trennung: ‘Die Zusammenarbeit ist nicht mehr zielführend’, erklärt BfL-Chef Raimund Mildner. Insbesondere die ‘taktischen Verhaltensweise der SPD-Mitglieder’ seien zu weit vom Politikstil der BfL entfernt. Ihn ärgert, dass erzielte Einigungen von der SPD ‘rückwärts wieder einkassiert’ werden – wie jüngst im Wirtschaftsausschuss. Dort war eine Fülle von BfL-Anträgen vertagt worden, nachdem sie schon in der Bürgerschaft nicht behandelt wurden. ‘Es ist eine Stilfrage, wie man miteinander umgeht.’”

Da ich sowohl in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses als auch in der Vorbesprechung war, kann ich dazu nur sagen, dass das von Mildner Behauptete nicht stimmt. Zur Erinnerung: Es ging um die Anträge zur Wirtschaftsfördeung, die von der BfL in der Novembersitzung der Bürgerschaft gestellt worden sind. Unter anderem hat man dort zum Beispiel die Einrichtung eines Investitionslotsen gefordert oder die Einrichtung einer “Denkfabrik”. Wir haben als SPD mit diesen Anträgen auch keine grundsätzlich inhaltlichen Probleme gehabt. Der Knackpunkt ist aber, dass es die von der BfL geforderten Dinge zum Teil schon sehr lange gibt, wenn auch in leicht anderer Form und im Detail unterschiedlich. Daher haben wir die Anträge nicht vertagt, sondern folgendes beantragt, was auch mehrheitlich(!) vom Wirtschaftsausschuss beschlossen wurde:

  1. Die Anträge werden an den Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung übergeben, der dazu Stellung bezieht. In diesem Aufsichsrat hat übrigens ein Vertreter der BfL den Vorsitz.
  2. Die Verwaltung wird aufgefordert zu den Anträge Stellung zu beziehen und ihre Sicht der Dinge bzgl. Umsetzung und Notwendigkeit zu schildern.
  3. Es gibt kurzfristig (darauf haben wir bestanden!) eine gemeinsame Sitzung von Wirtschaftsausschuss und Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung, in dem die Punkte dann diskutiert werden.

Wir haben dieses Prozedere beantragt, weil wir der Meinung sind, dass wir zuwenig Fakten für eine fundierte Entscheidung haben. Wenn das für die Leute um Mildner ein Grund ist, um eine mögliche Kooperation auszuschlagen, finde ich das mehr als bedauerlich – in den Kommentaren bei HL-Live wurden dazu deutlichere Worte gefunden.


17
Jan 09

Wie Journalismus funktioniert

Truth ©Daniel Y. Go (cc:by-nc-bd)

Truth ©Daniel Y. Go (cc:by-nc-bd)

EMail des Lübecker SPD Vorsitzenden an alle SPD Mitglieder vom 14.01.09:

“Auch über das in verzerrter Weise von den LN dargestellte Gespräch zwischen Peter Reinhardt als SPD-Fraktionsvorsitzendem und mir mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Sauter und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Zander vom vergangenen Freitag ist unserem Kreisvorstand am Montagabend berichtet worden. Ablauf und Inhalt des Gespräches ist unserer Pressemitteilung zu entnehmen. Ausdrücklich ist von uns in dem Gespräch erklärt worden, dass wir für unseren Bausenator um eine Mehrheit mit BfL und Grünen bemüht sind. Ein Entgegenkommen oder eine Zusage für eine mögliche Wiederwahl von Herrn Geißler hat es nicht gegeben!

Aus der Pressemitteilung der SPD Lübeck vom 13.01.09:

“Thieß betonte jedoch, dass er der CDU-Spitze deutlich erklärt habe, dass die SPD unverändert um die Unterstützung von BfL und Grünen bei der Senatorenwahl werben würde. Eine Unterstützungszusicherung für den Umweltsenator Geißler sei im Übrigen weder abgefordert noch abgegeben worden. Die SPD werde sich wie alle Fraktionen im Rathaus zu gegebener Zeit mit dieser Frage beschäftigen und vorurteilsfrei mit gleichen Argumenten eine Abwägung für die Besetzung dieser Position vornehmen, wie sie es bei den jetzigen Amtsinhabern getan hat.” (Quelle)

Artikel in den Lübecker Nachrichten vom 17.01.09:

“Mit dem Senatoren-Handel zwischen SPD und CDU habe die BfL-Entscheidung nichts zu tun, versichert Mildner. Die Spitzen der beiden großen Parteien hatten sich vor einer Woche auf die Wiederwahl des SPD-Bausenators geeinigt. Im Gegenzug hatten die Sozialdemokraten signalisiert, einer zweiten Amtszeit des CDU-Innensenators nicht im Wege zu stehen – was viel Wirbel hinter den Rathaus-Kulissen ausgelöst hatte.” (Quelle)

Welchen Grund kann es eigentlich geben, dass die LN stur das Gegenteil behaupten?


14
Jan 09

Die LN und der versprochene Senator

Die LN haben ja bekanntermaßen (hier und hier) die kühne Behauptung aufgestellt, dass die SPD der CDU die Wiederwahl Geißlers als “Deal” für deren Wiederwahl des Bausenators versprochen hätte. Dazu hat Peter Thieß schon ausreichend Stellung bezogen. Deswegen nur eine klitzekleine Ergänzung, die mich heute per Mail zu dem Thema erreicht hat:

“Die LN hat für den gestrigen und den heutigen Artikel nicht einmal mit Peter Thieß und Peter Reinhardt gesprochen.”

Sollte das so stimmen, würde ich doch mal ganz zaghaft in Richtung Lübecker “Nachrichten” fragen, ob das deren Vorstellung von Journalismus ist. Im Pressekodex des Presserates heißt es dazu:

“Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. (…) Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.” (Hervorhebung von mir)

In dem ersten Artikel der LN über den angeblichen Deal kann ich kein “angeblich”, “soll” oder ähnliches finden, mit dem Gerüchte oder unbestätigte Meldungen gekennzeichnet werden könnten. Für Frau von Zastrow handelt es sich anscheinend um eine unumstößliche Tatsache. Und falls sie wirklich weder mit dem Fraktionsvorsitzenden noch dem Kreisvorsitzenden der SPD geredet haben sollte, ist das ein richtiges Armutszeugnis.

Aber vielleicht irre ich mich ja auch…


4
Jan 09

Neujahrsempfang 2009

Neujahrsempfang der SPD Trave Nord in Lübeck

Neujahrsempfang der SPD Trave Nord in Lübeck

Wie in jedem Jahr, haben wir heute unseren traditionellen Neujahrsempfang veranstaltet, zu dem wir neben dem Bürgermeister und den anderen Mandatsträgern alle Bürger des Stadtteils sowie die Vertreter von Vereinen und Verbänden eingeladen haben, um außerhalb der Reihe locker ins Gespräch zu kommen. Dabei achten wir darauf, dass die gehaltenen Reden nicht allzu lang ausfallen – schließlich wollen wir vor allem miteinander reden und nicht nur Begrüßungsreden hören. Erfreulicherweise sind auch heute morgen um 11Uhr viele Gäste erschienen, sodass wir viele interessante Gespräche führen konnten und die Veranstaltung ein voller Erfolg war. So macht das Spaß.


3
Jan 09

Ansiedlung weiterer Privatschulen

Schule verblödet ©mkorsakov (flickr/by-nc-sa)

Schule verblödet ©mkorsakov (flickr/by-nc-sa)

Das wirklich Interessante an den Anträgen der selbst ernannten “Bürger für Lübeck” (BfL) ist meistens das, was dort nicht drin steht. Zwischen den Worthülsen verstecken sich mitunter Inhalte von ziemlicher Tragweite, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind. Aktuelles Beispiel ist deren Forderung, dass der Bürgermeister sich “proaktiv” um die Ansiedlung einer bestimmten Privatschule kümmern solle. (Das Wort “proaktiv” wurde unter anderem von einem “Raimund Mildner” in den Kommentaren bei HL-Live genutzt. SPIEGEL ONLINE zu dem Wort “proaktiv”: “Modisches und ausgesprochen lästiges Blähwort aus der Kunstsprache der Werbung, das dieselbe Konnotation wie “vital” hat und an Gesundheit, Fitness, Stärke denken lassen soll (…) Erstaunlich ist, wie schnell dieses Wort, das in keinem seriösen Fremdwörterbuch zu finden ist, seinen Weg in den aktiven Wortschatz zahlreicher Journalisten gefunden hat.” Quelle – Kurz: “proaktiv” ist vor allem heiße Luft). Begründet wird dies von Astrid Stadthaus-Panissié mit einer angeblich konzeptlosen Bildungspolitik des Landes.

Dazu muss ich mal ein paar Sätze verlieren. Privatschulen sind durch Artikel 7 des Grundgesetzes geschützt und an sich auch überhaupt kein Problem, wenn sie die Bildungslandschaft bereichern. Interessant wird es aber, wenn man sich die Finanzierung dieser Privatschulen im Detail anschaut. Diese privaten Schulen sind nämlich keineswegs so privat finanziert, wie es der Name nahelegt. Vielmehr werden sie vielfach subventioniert und das teilweise bis zu 60% oder mehr. Speziell zur Phorms AG (welche die BfL hier ansiedeln möchte) und anderen privaten Schulen, schreibt der Focus:

“Darf man mit Schulen Geld verdienen? Über diese Frage wird gestritten. Selbst das Sprachrohr der Privatschulen, der VDP, geht auf Distanz. „Mit der Gewinnorientierung haben wir ein Problem“, räumt Geschäftsführer Christian Lucas ein. Der Verband prüft daher die von der Phorms AG beantragte Aufnahme sehr genau. Begründung: Schulen in privater Trägerschaft sind gemeinnützig – sie dürfen keinen Gewinn erwirtschaften. Diese Hürde umgeht die Phorms AG mit einem cleveren Geschäftsmodell. Sie gründet an den Standorten der Schulen Tochterunternehmen, meist gemeinnützige GmbHs. Von ihnen kassiert sie Zinsen für vorgestrecktes Geld, die Aktiengesellschaft fungiert also quasi als Bank. Des Weiteren bietet sie gegen Rechnung Serviceleistungen an, etwa Personalmanagement, Lehrplanentwicklung oder die Buchhaltung.

Hilfe vom Steuerzahler. So marktwirtschaftlich dieses Modell klingt – Schule in Deutschland funktioniert anders. Schließlich trägt der Steuerzahler den Großteil der Kosten – auch bei privaten Schulen. Diese erhalten in der Regel Zuschüsse zwischen 60 und 70 Prozent dessen, was eine staatliche Schule kosten würde. Allerdings oft erst nach einer Karenzzeit von drei Jahren – je nach Bundesland. Eine Ausnahme bildet Nordrhein-Westfalen, das vom ersten Tag an 94 Prozent der Kosten übernimmt.

Die Subventionen decken bei den Privatschulen auf Grund des höheren Personalbedarfs aber meist nur 60 Prozent der Kosten. Den Rest müssen die Eltern tragen. „Ganz ohne Subventionen würde es nicht funktionieren“, sagt Phorms-Gründerin Beste. Sonst würde das Schulgeld selbst für Gutverdiener zu teuer.” (Quelle)

Es ist also so, dass Privatschulen in aller Regel Zuschüsse aus Steuermitteln erhalten. Das ist auch in Schleswig-Holstein der Fall:

“Im Gegensatz zum staatlichen Schulwesen haben Privatschulen einen freien Träger – und werden deshalb auch Ersatzschulen in freier Trägeschaft” genannt. Dies können gemeinnützige Organisationen sein – wie zum Beispiel bei den Waldorfschulen – oder auch die Kirche. Das Grundgesetz gewährleistet ausdrücklich das Recht zur Errichtung von privaten Schulen, unterstellt diese jedoch der staatlichen Schulaufsicht. Nach einer Probezeit werden Ersatzschulen in der Regel vom Land mit 80 Prozent ihrer Material- und Personalkosten gefördert.” (Quelle Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig Holstein)

Ich halte also mal drei Dinge fest. Die BfL stellt erstens Mängel im staatlichen Bidungssystem fest, die es unbestreitbar auch gibt. Daraus schußfolgert sie aber zweitens, dass eine Privatschule mit Subventionen aus Steuergeldern eingerichtet werden soll. Anstatt also die Steuermittel zu verwenden, um die Mängel im Schulsystem zu beheben, möchte die BfL lieber Steuermittel für Schulen ausgeben, zu denen es keinen freien Zugang gibt. Die dritte Tatsache ist, dass Raimund Mildners (der Besitzer Fraktionsvorsitzende der BfL) Appell zum Sparen vom 28.12.2008 nichts als heiße Luft war. Da hat er noch unter dem Titel “Keine Tabus beim städtischen Haushalt” das – wie üblich: tabulose – Sparen gefordert. So fragte er dort, ob es Aufgabe unserer Kinder sei “die Kostenunterdeckungen bei der Feuerwehr, für mancherlei Sozial- und Bauberatung” zu tragen, sprich: ob man das alles nicht lieber abschaffen oder teurer machen sollte. Und jetzt fordert seine Fraktion, dass Steuergelder für weitere Privatschulen ausgebeben werden? Zugegeben: Bei den fraglich Steuermitteln handelt es sich um Gelder aus dem Landeshaushalt und nicht um Gelder der Stadt. Das macht die Sache aber nicht besser.


22
Dez 08

Buzzword Bingo in der Bürgerschaft

Benötigen auch viel heiße Luft (©diddi/flickr/cc:by-nc-sa)

Benötigen auch viel heiße Luft (©diddi/flickr/cc:by-nc-sa)

Das Protokoll der letzten Bürgerschaftssitzung vom 27.11.08 ist endlich online, sodass man sich die kuriosen Anträge der Fraktion MildnerBürger für Lübeck auch mal im Original durchlesen kann. Da findet man die Anträge, für die man seitens der MBfL “Nachhilfe” angeboten hat. Die Anträge wimmeln nur so von Schlagwörtern:

“1. die Bildung einer schlagkräftigen Arbeitsgruppe von Investitionsbeauftragten der einschlägigen Fachbereiche unter Leitung eines Investitionskoordinators beim Bu?rgermeister, der in Matrix-organisierter Verantwortlichkeit gegenu?ber Fachbereichsleitern und Bu?rgermeistern die proaktive Betreuung und Unterstu?tzung von Investoren steuert.

2. die Darstellung eines Qualitätsprozesses „Investorenbetreuung“ mit dem Ziel, einen effizienten und zeitverbindlichen, maximal beschleunigten Bearbeitungsprozess von Investorenanforderungen verlässlich herbeizufu?hren.

3. eine offensive Vermarktung des Investorenbetreuungskonzeptes unter verantwortlicher Federfu?hrung des Bu?rgermeisters mit dem Ziel, einerseits eine attraktive Einladung an die Investoren durch einen strukturierten Prozess zu bewirken und andererseits eine gezielte Investorenansprache zur Umsetzung von Investitionszielen der Hansestadt Lu?beck umzusetzen.”

“Schlagkräftig”, “Matrix-organisierte Verantortlichkeit”, “proaktiv”, “maximal beschleunigt” usw.

Da wird mit verschwurbelter Sprache viel heiße Luft aufgeblasen und der Eindruck erweckt, dass das ganz was wichtiges sei. Das ist nicht neu. In den 1990′gern gab es ein schönes Spiel, das sognannte “Buzzword Bingo“. Da hat man Vorträgen gelauscht und auf seiner Karte die jeweiligen Buzzwords angekreuzt:

Synergie Nicht vorgesehen Zielführend Corporate Identity Chance / Risiko
kommunizieren Produktivität Ball zuspielen Kosten reduzieren Benchmark
Posten wird nicht besetzt Visionen Global Player Schwarzer Peter Identifizierung
Ergebnis-orientiert Hut aufhaben Rund sein Total Quality Fokussieren
Globalisierung Kunden-orientiert Szenario Alles geregelt Teamarbeit

Man kann also beruhigt die alten Karten wieder rausholen und bei den Anträgen der MBfL mitspielen…

Und bevor hier jetzt jemand empört erwidert, dass ich mich hier ja nur über die heiße Luft des Antrages lustig mache und inhaltlich nichts dazu schreibe, noch ein paar ergänzende Sätze. Was die Fraktion MildnerBürger für Lübeck hier fordert, gibt es teilweise schon längst. So gibt es zum Beispiel die Wirtschaftsförderung Lübeck, die diese Aufgaben wahrnimmt und auch so etwas wie einen Investitionslotsen, der vermittelnd tätig wird und Investoren – wer hätte es geahnt! – lotst. Das könnte man alles zur Kenntnis nehmen und Vorschläge zur Veränderung machen, falls man denn Kritik am Bestehenden hat. Aber das Prinzip der selbsternannten “Bürger für Lübeck” ist es ja, möglichst tolle Anträge zu stellen und so zu tun als würde nun die pure Weisheit in der Bürgerschaft sitzen. Oder, wie es ein “Lars Ulrich” in den Komentaren auf HL-Live formuliert: “Für die kompetente Besetzung der Reihen der BfL müssen wir uns wohl kaum entschuldigen.”

Hihi.


8
Dez 08

Im Wirtschaftsausschuss alles vertagt

Die heutige Sitzung des Wirtschaftsausschusses ist relativ schnell wiedergegeben: Nahezu alle Tagesordnungspunkte wurden auf die nächste Sitzung oder ins Frühjahr ’09 verschoben, weil noch Gutachten fehlen (etwa zum Thema Herreninsel) oder erst andere Beschlüsse der Bürgerschaft von der Verwaltung abgearbeitet werden müssen. So gab es dann lediglich einen Bericht über die mögliche Ausbaumaßnahmen in Travemünde, um größere Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 300 Meter bedienen zu können. Dabei habe sich laut Verwaltung aber gezeigt, dass dies in den bestehenden Anlagen nicht zu realisieren sei, da es an allen geprüften Plätzen zu erheblichen logistischen und/oder Städteplanerischen Problemen komme (man denke an nur an ein 300 Meter Schiff, das vor der Vorderreihe liegt). Als letzte Möglichkeit werde jetzt noch die Realisierung über das Grundstück eines Privateigentümers geprüft.

Das bedeutet leider auch, dass die Januar Sitzung dann schon um 15:30 Uhr beginnt (Vorbesprechung um 14:30 Uhr), was nicht eben arbeitnehmerfreundlich ist. Angesichts der Menge an Anträgen, die abzuarbeiten sind, bleibt aber wohl nichts anderes übrig.