Im Stadtteil


1
Nov 08

Stand der Petition zum Herrentunnel

Fall sich jemand fragt, was denn nun aus der Petition zum Herrentunnel geworden ist, die ich letztes Jahr eingereicht habe -  Folgende Antwort habe ich auf Nachfrage bekommen:

“Ihre Eingabe wird in Kürze im Petitionsausschuss beraten. Sie erhalten den abschließenden Bescheid, sobald der Deutsche Bundestag der Empfehlung des Petitionsausschusses zugestimmt hat. Es ist momentan davon auszugehen, dass dieses noch vor dem 15. Dezember erfolgen wird.”

Gut Ding will Weile haben.


31
Okt 08

Antwort von Minister Marnette an Tunnelgegner: Kein Interesse!

Das Lübecker Aktionsbündnis “Die Maut muss weg!” hatte im September einen Brief an den neuen Wirtschaftsminister des Landes geschickt, um das Gespräch zur Zukunft des Herrentunnels wieder aufzunehmen und vor allem, um dem Nachfolger Austermanns die Sorgen, Argumente und Ziele des Aktionsbündnisses näher zu bringen. Die Antwort aus Kiel ist recht einfach ausgefallen: Seitens des Ministers bestehe kein Gesprächsbedarf und überhaupt sollen die Anwohner doch bitte schön einfach öfter den Tunnel nutzen – der würde dann in der Durchfahrt nämlich günstiger. So einfach ist das. Unten habe ich das Antwortschreiben angehängt. Einfach anklicken zum vergrößern.

Antwortschreiben von MarnetteAntwortschreiben Marnette

Antwortschreiben von Marnette


27
Mai 08

69 Stimmen zu wenig


Tja, den Wahlkreis 26 habe ich leider nicht gewinnen können. Da fehlten mir glatt 69 Stimmen. Im Gegensatz zu 2003 ist das zwar ein herber Verlust für die CDU von etwa 25 Prozentpunkten(!) aber ich habe davon überhaupt nicht profitieren können.

Anyway.

Ich möchte mich recht herzlich bei denen bedanken, die mir ihre Stimme gegeben haben. Und eines kann ich versprechen: Dass ich das Mandat nicht gewonnen habe, bedeutet nicht, dass ich im Stadtteil nicht mehr aktiv sein werde – ganz im Gegenteil.

Und in den nächsten Tagen schreibe ich vielleicht nochmal eine eigene Analyse zu dem Wahlergebnis in Lübeck. Ich finde da nämlich keinen Grund zum feiern. Eine historisch niedrige Wahlbeteiligung von 41% und ein Ergebnis von 28% für die SPD. Beides finde ich katastrophal. Mehr dazu, später ;)

 


18
Mai 08

Hafenbesichtigung und -rundfahrt

18052008160 Herrlich. Heute hatte ich die Gelegenheit mich über den Skandinavienkai und die Häfen in Kücknitz vom Wasser aus zu informieren. Angefangen haben wir morgens mit einer kleinen Rundtour im Bus durch den Skandinavienkai und den Be- und Entladestationen der Bahn. Das ist schon beeindruckend, wenn am Baltic Rail Gate ein großer LKW Trailer mal eben so vom Kran angehoben, gedreht und dann auf einen Zug gestellt wird. Danach ging es dann auf die Barkasse der LHG (Lübecker Hafengesellschaft), mit der wir bis zum Seelandkai gefahren sind. Während der Fahrt gab es nicht nur leckere Würstchen, sondern vor allem Informationen zur Entwicklung des Hafens. Das ist für uns in Kücknitz natürlich deswegen interessant, weil der Hafen direkt im Stadtteil liegt und ein zukünftiger Ausbau vor allem die Interessen der angrenzenden Naturschutzgebiete berücksichtigen muss (siehe auch den Artikel “Natur wichtiger als Hafen” in den LN dazu). Den Hafen vernünftig weiter zu entwickeln und dabei die Interessen der Menschen und der Natur zur berücksichtigen – das wird eine der großen Aufgaben der kommenden fünf Jahre in der Lübecker Bürgerschaft.

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16
Mai 08

Was Herr Zander lieber verschweigt

Die Lübecker CDU hat auf HL-Live eine interessante Pressemitteilung zum Trave Gymnasium in Lübeck-Kücknitz veröffentlicht. Dabei verschweigt Herr Zander so einiges an Fakten und arbeitet lieber mit seinen bekannten “Argumenten” aus der Mottenkiste, die auch gut zu ihm passen. Zu den Fakten, die Herr Zander wohlwissentlich verschweigt:

 

  1. “Zander verwies auf die hervorragende Arbeit der Schule und des Lehrerkollegiums und auf den herausragenden Standort des Gymnasiums nördlich der Trave.”
    Soso. Von den Kindern, die in der 5. Klasse im Trave Gymnasium angemedet werden, erreichen nur etwa 50% das Abitur. Die restlichen 50% schaffen es nicht am Trave Gymnasium. Ein Gymnasium, das angeblich gute Arbeit leistet, sollte mehr Schüler besser fördern können, oder? (Hier geht es zu den  Zahlen über die Abiturquote)
    Übrigens: Die Lübecker Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe haben erheblich bessere Zahlen. Hier schaffen mehr Schüler das Abitur; bei absolut identischen Abiturbedingungen. Auch das ist in der Lübecker Schulstatistik eindeutig nachzulesen.
     
  2. “Nach Auffassung der CDU – Fraktion sei es auf keinen Fall zeitgemäß, den Schülern in Kücknitz ihr Gymnasium zu schließen und sie dann auf die bestehenden anderen Lübecker Gymnasien zu verteilen bzw. sie auf die “dann neue nach linker Ideologie geprägte Einheitsschulen” zu schicken.”
    Auch hier sollte Herr Zander besser informiert sein. Mit dem neuen Schulgesetz, das seit dem Jahr 2007 gilt, wurden erstmals Mindestschülerzahlen festgelegt, die erreicht werden müssen, damit eine Schule bestehen darf. Für Gymnasien ist die Zahl auf 300 festgelegt worden, die in der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) eingeschult sein müssen. Das Trave Gymnasium hat erhebliche Schwierigkeiten diese Zahlen zu erreichen und eine Ausnahmegenehmigung scheint zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Das bedeutet, dass das Trave Gymnasium sehr wohl Gefahr läuft, alleine aufgrund der weiter abnehmenden Schülerzahlen geschlossen zu werden. Herr Zander weiß das entweder nicht oder verschweigt diese Tatsache bewusst – beides ist kein Zeichen von seriöser Politik. (Hier gibt es mehr dazu)
     
  3. Wir akzeptieren den Beschluss des Trave-Gymnasiums, eigenständig zu bleiben! Wenn es für den Fortbestand eine Ausnahmegenehmigung trotz der sinkenden Schülerzahlen gibt, ist das überhaupt kein Problem. Wir akzeptieren aber auch den Antrag der Trave Realschule, eine Gemeinschaftsschule zu werden! Das verschweigt Herr Zander wohlwissend: Die Trave Realschule hat sich dagegen entschieden eine Regionalschule zu werden und möchte stattdessen eine Gemeinschaftsschule werden. Die Lübecker CDU in Form von Zander und Co. ist nämlich sehr selektiv: Der Eltern- und Schulwille zählt für sie nur an ausgewählten Schulen.
Wenn Herr Zander ehrlich wäre, ginge er auf all diese Fakten ein. Das tut er aber nicht. Stattdessen wird lieber ein bisschen Wahlkampfrhetorik gedroschen und – wie üblich bei Zander – das vermeintliche Linksbündnis beschworen. Vor allem: Was sind diese von der CDU behaupteten “linken Einheitsschulen”? Herr Zander mag sich vielleicht nicht erinnern können, aber die neue Gemeinschaftsschule wurde von der Landesregierung gemeinsam von SPD und CDU beschlossen. Dass Herr Zander diese nun als “linke Einheitsschule” zu diffamieren versucht, sagt einiges über Herrn Zander. Unseriös.

7
Mai 08

Demonstrationsrechte in Deutschland

Zur Vorgeschichte: Der Gemeinnützige Verein Kücknitz hatte im letzten Jahr eine Demonstration gegen den Tunnel beantragt, deren Route durch den Tunnel führen sollte. Diese Route wurde durch die Stadt abgelehnt, weil man die angeblichen Sicherheitsbedenken des Tunnelbetreibers teilte. Dagegen hat der Gemeinnützige Verein geklagt und leider nicht Recht bekommen, wie die LN gestern berichtet haben:

 

Also: Das wurde abgelehnt, weil die Sicherheit des Tunnels oder der Teilnehmer gefährdet sei und “der Verkehr erheblich behindert worden wäre”. Allerdings wird es im Oktober einen Marathon in Lübeck geben, der von Lübeck nach Travemünde führt und ohne Probleme durch den Herrentunnel verläuft:

“Während der Kid´s Marathon (4,22km) und der Firmenmarathon (10x 4,2km) wesentlich auf einem Kurs in der Innenstadt gelaufen werden, führt der Halbmarathon und Marathon aus der Stadt raus. Die anspruchsvolle Marathonstrecke (2x Herrentunnel) bietet mit der Wende direkt auf der Promenade in Travemünde zahlreiche Highlights für alle Volksläufer.” (Quelle: Webseite des Lübeck Marathons)

 

Für eine Demonstration gibt es also starke Sicherheitsbedenken, wenn Fußgänger den Tunnel durchqueren wollen und außerdem würde der Verkehr stark behindert. Findet allerdings ein Marathon statt, ist die Verkehrsbehinderung plötzlich kein Problem mehr und auch die Sicherheitsbedenken scheinen nicht mehr so gravierend zu sein. Könnte das zufällig damit zusammenhängen, dass eine bestimmte Firma Sponsor des Marathons ist…?


4
Mai 08

Ein herrlicher Sonntag…

Das Schöne an Kücknitz ist, dass man rundherum von herrlicher Natur umgeben ist. Am Dummersdorfer Ufer bis rauf nach Herrenwyk kann man wunderbar am Wasser spazieren gehen und auch Travemünde ist nur wenige (Auto|Bus|Zug|Fahrrad)-Minuten entfernt. Und dank der Rapsblüte riecht es entweder nach Raps oder salziger Seeluft – beides ganz angenehm bei so schönem Wetter.

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