
Blitzer an der B75
In der Frankfurter Rundschau wird über eine neue Methode berichtet, die die herkömmlichen Geschwindigkeitsmessungen ergänzen könnten. Dabei wird nicht mehr die Geschwindigkeit an einem bestimmten Punkt gemessen, sondern über eine bestimmte Strecke. Das Fahrzeug wird also an den Punkten A und B erfasst, woraus sich dann die Geschwindigkeit errechnen lässt, mit der auf der Strecke gefahren wurde.
“Bei der Einfahrt in den Tunnel macht es klick. Sieben Kilometer weiter bei der Ausfahrt macht es wieder klick. Ein Computer gleicht die Fotos mit den Auto-Kennzeichen ab und berechnet das Durchschnittstempo der gesamten Strecke.(…)
“Section control”, Abschnittskontrolle, heißt diese Überwachungsmethode, die bereits in Holland, England und Österreich auf besonders unfallträchtigen Straßen praktiziert wird. Nicht mehr ein einzelner Blitzer misst punktuell die Geschwindigkeit; das Streckenradar nimmt Dauerraser ins Visier. Jene Autofahrer, die im Bereich eines Starenkastens auf die Bremse treten, um danach umso ungenierter Gas zu geben.” (Quelle)
Der Vorteil liegt auf der Hand: Es wird nicht mehr kurz vor dem Blitzer gebremst, um gleich danach wieder Vollgas zu geben. Das ist zum Beispiel an den Blitzern der B75 zu beobachten, die angebracht wurden, um den Lärmschutz für die Siedlungen Rangenberg und Wallberg sicherzustellen. Nach meiner Beobachtung sind es vor allem LKWs, die direkt nach den Blitzern gerne wieder Vollgas geben.
Das ist – wie im Artikel beschrieben – datenschutzrechtlich in der Tat nicht ohne Probleme. Angesichts der täglichen Erfahrungen mit den Autofahrern, die sich für den Lärmschutz der Anwohner aber einen feuchten Kehricht interessieren, hielte ich das zumindest für nachdenkenswert. Freiwillige Lösungen funktionieren offenbar nicht.






