Ach, der Steuerzahler wird es schon bezahlen. Muss er ja.

Slot machines — ©Hotel-Casino-Spa — CC:BY-NC-ND

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Auf die Hansestadt Lübeck kommen momentan zwei weitere große Brocken zu, die erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Zum einen muss über die Zukunft des Flughafens entschieden werden und zum anderen möchte der VfB einen Schuldenerlass von schlappen 1,2 Millionen Euro, um dem Ende zu entgehen. Da wird einem ganz blümerant, vor allem, wenn man sich die Details anschaut. Die Fakten zum Flughafenverkauf sind zwar explizit nicht-öffentlich, aber wie üblich natürlich in den Lübecker Nachrichten nachzulesen („Flughafen: Volles Risiko für Lübeck”). Demzufolge soll die Stadt:

  1. die Risiken der laufenden Gerichtsverfahren übernehmen, die wegen des Flughafen und vermeintlich illegaler Subventionen laufen
  2. die Kosten für Abwasserentsorgung und Lärmschutz tragen (laut LN jeweils 8 und 6,5 Millionen Euro)
  3. die jährlichen Verluste des Flughafens tragen bis der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig ist und Ryanair sich für Lübeck als Basis entschieden hat
  4. mit dem 33-Millionen Euro Darlehen sehen wie sie klar kommt

Zusammengefasst: Wenn der Steuerzahler für den Ausbau aufkommt, alle Risiken trägt, die Verluste weiter bezahlt, dann sind die Investoren ganz vielleicht bereit, den Flughafen zu betreiben und mögliche Gewinne zu kassieren. Das finde ich so wundervoll kreativ, das mir fast die Worte fehlen. Naja, fast: „dichtmachen” fiele mir da schon noch ein. Und zwar schnell.

Und dann kommt da noch der VfB Lübeck, der mal eben 1,3 Millionen Euro Schulden bei der Stadt hat, diese aber leider, leider nicht mehr begleichen kann, da er insolvent ist. Die Stadt soll mit 49.000 Euro abgespeist werden und auf schlanke 1,2 Millionen Euro verzichten, da der Verein sonst pleite und am Ende sei. Das ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Vielleicht sollte man mal prüfen, ob die Gelände an der Lohmühle nicht als Bauland verkauft werden können, damit die Erlöse an die Stadt fließen können.

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