Metallica in Hamburg

Metallica in Hamburg

Metallica in Hamburg

Ganz großes Kino: Metallica waren in Hamburg und ich war auch da. Zum vierten Mal habe ich die Band nun live gesehen und war gestern begeistert wie beim ersten Mal. Eine wirklich gute Show, die richtige Musikauswahl, eine geile Akustik und ein wunderbare Mittelbühne.

Wir waren pünktlich um 19Uhr bei herrlichem Sonnenschein an der Color Line Arena und hätten bei dem Wetter auch nichts dagegen gehabt, wenn die vier Herren kurzfristig zum Open Air ins Volksparkstadion umgezogen wären. Nachdem wir drinnen den Eingang zum Unterrang gefunden hatten, fragte ich einen Ordner noch kurz wann denn Metallica auf die Bühne kommt. “Da sind jetzt noch zwei Vorbands, und Metallica kommt gegen 21.15 Uhr auf die Bühne”, gab es zur Antwort. Muhaha. Das hieß dann zwei Stunden totzuschlagen, da die Vorbands, äh, naja, laut aber nicht unser Geschmack waren. Auf unserem Rundgang durch die Arena haben wir dann die Promotion Stände für “Guitar Hero: Metallica” entdeckt und gestürmt. Wer das nicht kennt: Man spielt an der PS2/3/Wii/X-Box mit Plastikgitarren die größten Hits von Metallica nach. Und das war verdammt großartig! “One” war zwar auch im “Easy” Modus eher nicht zu packen, aber “The Unforgiven” hat mächtig gerockt. Pflichtanschaffung!

Als wir dann kurz vor 21 Uhr die Halle betraten, waren wir sofort begeistert: eine Mittelbühne! Das ist eine Bühne, die – wie der Name es nahelegt… – in der Mitte steht, sodass alle Fans rundherum stehen. Das ist um Klassen besser als die Bühne, die ich am Vortag bei Simply Red erlebt habe; eine Frontalbühne, die gefühlte fünf Autominuten von meinem Sitzplatz entfernt war.

Um 21.15 Uhr ging es dann los. Und wie es losging! Mit einer Lasershow und viel Nebel. Überhaupt war die Bühnenshow ganz großes Tennis: Pyrotechnik auf der Bühne als explodierende Flammen und farbiges Feuer, vier überdimensionale Särge mit Leuchtern, die von jeweils einem Techniker gesteuert wurden. Die vier Herren saßen das ganze Konzert über festgeschnallt in ihren Sitzen über der Bühne auf den Särgen und haben diese runtergelassen, gedreht und das Licht gesteuert. Sehr schön war auch die Kartenpolitik. Offenbar hat man darauf verzichtet, den Innenraum komplett zu verkaufen, sodass es viel Freiraum und eine extrem entspannte Athmosphäre gab. Die schwarzen Bälle, die von der Bühnendecke auf die Zuschauer fallen, sind wohl seit den Konzerten in der O2 Arena in Berlin Standard – leider habe ich keinen gefangen. Musikalisch war das auch eine glatte 1+. Metallica hat wieder einen großartigen Mix aus alten Klassikern, neuen Liedern und (als Zugabe!) Coverversionen gespielt. Nach 2 Stunden und 20 Minuten (deutlich mehr als die mäßigen 90 Minuten von Simply Red am Vortag…) war ich auch ziemlich ausgepowert und mitgenommen. Die Setlist spricht Bände:

That Was Just Your Life
The End Of The Line
Leper Messiah
The Memory Remains
One
Broken, Beat And Scarred
Cyanide
Sad But True
Welcome Home (Sanitarium)
The Judas Kiss
The Day That Never Comes
Master Of Puppets
Dyers Eve
Nothing Else Matters
Enter Sandman
- – - Zugabe – - -
Killing Time
The Prince
Seek and Destroy

Nach dem obligatorischen “Seek and Destroy” haben wir uns dann vom Acker gemacht und sind recht ausgelaugt zum Auto gegangen. Da ich alter Fuchs aber strategisch günstig geparkt habe, waren wir in wenigen Minuten vom Parkplatz und kurz darauf noch lecker was essen. Aber das ist eine andere Geschichte ;)

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