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	<title>Kommentare zu: Gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen!</title>
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	<description>...aus Lübeck</description>
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		<title>Von: niun</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1895</link>
		<dc:creator>niun</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 02:36:32 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Dabei ist auch klar, dass das Versicherungsprinzip nur funktionieren kann, wenn der größte Teil einzahlt und jeweils nur eine Minderheit Leistungen empfängt.&quot;

Warum? Wenn wenige Menschen ein System am laufen halten was viele Mittel abwirft, dann können mit diesen Mitteln viele versorgt werden. Die fortschreitende Technisierung wird solch ein System schaffen.

Momentan reicht die Technisierung wahrscheinlich noch nicht für solch ein System. Es besteht also die Frage, ob genug Menschen mit ausreichender Qualität arbeiten werde um alle anderen zu finanzieren, wenn Ihnen die Angst vor der Erwerbslosigkeit fehlt.

Ich würde behaupten ja, denn die Menschen haben noch andere Antriebe als Angst vor Erwerbslosigkeit. Nämlich Sozialverständnis, Ehrgeiz, Geltungsbedürfnis, Neugier, Tatendrang und so weiter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dabei ist auch klar, dass das Versicherungsprinzip nur funktionieren kann, wenn der größte Teil einzahlt und jeweils nur eine Minderheit Leistungen empfängt.&#8221;</p>
<p>Warum? Wenn wenige Menschen ein System am laufen halten was viele Mittel abwirft, dann können mit diesen Mitteln viele versorgt werden. Die fortschreitende Technisierung wird solch ein System schaffen.</p>
<p>Momentan reicht die Technisierung wahrscheinlich noch nicht für solch ein System. Es besteht also die Frage, ob genug Menschen mit ausreichender Qualität arbeiten werde um alle anderen zu finanzieren, wenn Ihnen die Angst vor der Erwerbslosigkeit fehlt.</p>
<p>Ich würde behaupten ja, denn die Menschen haben noch andere Antriebe als Angst vor Erwerbslosigkeit. Nämlich Sozialverständnis, Ehrgeiz, Geltungsbedürfnis, Neugier, Tatendrang und so weiter.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Erika</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1847</link>
		<dc:creator>Erika</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 12:50:30 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Sollen Menschen das Recht haben, Leistungen von anderen Menschen zu beziehen, ohne sich dafür zu einer Gegenleistung zu verpflichten?&quot;

Die Fragestellung ist an sich schon rethorisch so formuliert, dass nur die eine (deine) Antwort möglich ist. 

Du machst einen Graben auf. Den gibt es in meinen Augen nicht. Du definierst Arbeit nur anders. Ich bin deshalb kein Traumbilddeuter, sondern habe lediglich ein anderes Verständnis von Wertschöpfung. Dieses Herumreiten auf &quot;wer nicht arbeiten will&quot; verstehe ich nicht. Alle wollen arbeiten. Nur würden sie gerne mehr Selbstbestimmung haben wollen. 

Dass jeder die &quot;garantierte Menschenwürde hat und über sich selbst bestimmt&quot;: das ist leider nur auf dem Papier so. Nicht im realen Leben. Und schon gar nicht in der Arbeitswelt. Druckmittel Kündigung, Stellenabbau, behördliche Willkür bei den Sozialämtern und Kontrolle, da sehe ich wenig Selbstbestimmung. Und in üblen Fällen bleibt da die Menschenwürde auf der Strecke. Das BGE würde die Arbeitswelt revolutionieren. Ein Mittfünfziger bräuchte sich nicht mehr als &quot;nicht vermittelbar&quot; klassifizieren zu lassen, er könnte sich ohne Druck eine Arbeit suchen, die ihm gefällt. Und ich bin mir sicher, die meisten würden sich vor übereilten Entscheidungen schützen, nur, um wieder in Arbeit zu kommen und einen Job machen, den sie eigentlich gar nicht machen wollen. Mütter (oder Väter), die eine mehrjährige Babypause gemacht haben, könnten sich in Ruhe fortbilden oder aufholen, ohne, dass die Familie existenziell bedroht wäre. Es gäbe noch zich andere Beispiele. Ich bin mir außerdem sicher, jeder würde etwas leisten, auch wenn er ein bedingungsloses Einkommen hätte. 

Wie dem auch sei, einigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig werden. Du hast deine, ich meine Position. 

Viel Spaß beim Bloggen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Sollen Menschen das Recht haben, Leistungen von anderen Menschen zu beziehen, ohne sich dafür zu einer Gegenleistung zu verpflichten?&#8221;</p>
<p>Die Fragestellung ist an sich schon rethorisch so formuliert, dass nur die eine (deine) Antwort möglich ist. </p>
<p>Du machst einen Graben auf. Den gibt es in meinen Augen nicht. Du definierst Arbeit nur anders. Ich bin deshalb kein Traumbilddeuter, sondern habe lediglich ein anderes Verständnis von Wertschöpfung. Dieses Herumreiten auf &#8220;wer nicht arbeiten will&#8221; verstehe ich nicht. Alle wollen arbeiten. Nur würden sie gerne mehr Selbstbestimmung haben wollen. </p>
<p>Dass jeder die &#8220;garantierte Menschenwürde hat und über sich selbst bestimmt&#8221;: das ist leider nur auf dem Papier so. Nicht im realen Leben. Und schon gar nicht in der Arbeitswelt. Druckmittel Kündigung, Stellenabbau, behördliche Willkür bei den Sozialämtern und Kontrolle, da sehe ich wenig Selbstbestimmung. Und in üblen Fällen bleibt da die Menschenwürde auf der Strecke. Das BGE würde die Arbeitswelt revolutionieren. Ein Mittfünfziger bräuchte sich nicht mehr als &#8220;nicht vermittelbar&#8221; klassifizieren zu lassen, er könnte sich ohne Druck eine Arbeit suchen, die ihm gefällt. Und ich bin mir sicher, die meisten würden sich vor übereilten Entscheidungen schützen, nur, um wieder in Arbeit zu kommen und einen Job machen, den sie eigentlich gar nicht machen wollen. Mütter (oder Väter), die eine mehrjährige Babypause gemacht haben, könnten sich in Ruhe fortbilden oder aufholen, ohne, dass die Familie existenziell bedroht wäre. Es gäbe noch zich andere Beispiele. Ich bin mir außerdem sicher, jeder würde etwas leisten, auch wenn er ein bedingungsloses Einkommen hätte. </p>
<p>Wie dem auch sei, einigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig werden. Du hast deine, ich meine Position. </p>
<p>Viel Spaß beim Bloggen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kai Bojens</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1846</link>
		<dc:creator>Kai Bojens</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:10:45 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Hast du vielleicht ein schlechtes Menschbild. Ich nehme an, du gehst davon aus, dass sich alle auf die müde Haut legen würden, während du wahrscheinlich als letzte arbeitende Bastion übrig bliebest? &lt;/blockquote&gt;

Es geht hier nicht um mein Menschenbild oder Spekulationen über die vermeintliche Faulheit anderer Menschen. Die Frage ist ganz einfach: Sollen Menschen das Recht haben, Leistungen von anderen Menschen zu beziehen, ohne sich dafür zu einer Gegenleistung zu verpflichten? Und da sage ich: Nein. Es gibt keinen Anspruch auf ein Grundeinkommen, das ohne Bedingungen jedem gezahlt wird. Punkt.

&lt;blockquote&gt;Das Recht auf Selbstbestimmung. Das Recht auf die  Menschenwürde. Das Recht darauf, zu essen und zu trinken zu haben, auf Unterkunft, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Und damit wären wir beim Grundgesetz.&lt;/blockquote&gt;

Jeder kann frei über sich bestimmen und hat natürlich die garantierte Menschenwürde. Es ist ganz einfach: Wer all das von Dir angeführte (Essen, Trinken, Unterkuft) haben möchte, soll dafür gefälligst selber etwas leisten. Wer dazu aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage ist — wie ich mehrfach angeführt habe — hat Anspruch auf bedingungslose Unterstüzung und Hilfe durch die Gesellschaft. Wer nicht arbeiten kann, dem wird geholfen. Wer nicht arbeiten will, der hat Pech gehabt.

Und ansonsten sehe ich in dieser Diskussion über Traumbilder und Wohlfühleinkommen keinen Sinn mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hast du vielleicht ein schlechtes Menschbild. Ich nehme an, du gehst davon aus, dass sich alle auf die müde Haut legen würden, während du wahrscheinlich als letzte arbeitende Bastion übrig bliebest? </p></blockquote>
<p>Es geht hier nicht um mein Menschenbild oder Spekulationen über die vermeintliche Faulheit anderer Menschen. Die Frage ist ganz einfach: Sollen Menschen das Recht haben, Leistungen von anderen Menschen zu beziehen, ohne sich dafür zu einer Gegenleistung zu verpflichten? Und da sage ich: Nein. Es gibt keinen Anspruch auf ein Grundeinkommen, das ohne Bedingungen jedem gezahlt wird. Punkt.</p>
<blockquote><p>Das Recht auf Selbstbestimmung. Das Recht auf die  Menschenwürde. Das Recht darauf, zu essen und zu trinken zu haben, auf Unterkunft, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Und damit wären wir beim Grundgesetz.</p></blockquote>
<p>Jeder kann frei über sich bestimmen und hat natürlich die garantierte Menschenwürde. Es ist ganz einfach: Wer all das von Dir angeführte (Essen, Trinken, Unterkuft) haben möchte, soll dafür gefälligst selber etwas leisten. Wer dazu aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage ist — wie ich mehrfach angeführt habe — hat Anspruch auf bedingungslose Unterstüzung und Hilfe durch die Gesellschaft. Wer nicht arbeiten kann, dem wird geholfen. Wer nicht arbeiten will, der hat Pech gehabt.</p>
<p>Und ansonsten sehe ich in dieser Diskussion über Traumbilder und Wohlfühleinkommen keinen Sinn mehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erika</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1845</link>
		<dc:creator>Erika</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:28:08 +0000</pubDate>
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		<description>Ich sagte: &quot;Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen.&quot; 

Du sagtest: &quot;Natürlich gibt es die. Da sind diejenigen, die arbeiten gehen und Vermögen erwirtschaften und auf der anderen Seite sind die, die sich die Freiheit nehmen möchten, jeden Monat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Summe X zu kassieren, ohne dafür etwas tun zu müssen. Es gibt kein Recht auf finanzierte Faulhei, oder wie Du schreibst: „Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum “Arbeiten” hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde.”

Hast du vielleicht ein schlechtes Menschbild. Ich nehme an, du gehst davon aus, dass sich alle auf die müde Haut legen würden, während du wahrscheinlich als letzte arbeitende Bastion übrig bliebest? Frage dich doch zuerst selbst, was du mit einem BGE anfangen würdest. Gesetzt den Fall, du würdest einer Tätigkeit nachgehen, die etwas &quot;erwirtschaftet&quot; und dir zudem auch noch sinnvoll erscheint, kannst du ruhig von dir auf andere schließen. Denkst du wirklich, dass die Menschen es toll finden, &quot;faul&quot; zu sein? Das hat noch niemanden weitergebracht. 

&quot;Ein Recht auf Faulheit&quot;, tja, das ist in der Tat nirgendwo niedergeschrieben. Sollte es aber vielleicht mal. Ich würde es nur etwas anders formulieren. Das Recht auf Selbstbestimmung. Das Recht auf die  Menschenwürde. Das Recht darauf, zu essen und zu trinken zu haben, auf Unterkunft, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Und damit wären wir beim Grundgesetz. Gäbe es diese Rechte von Geburt an mitgeliefert, dann hätten wir endlich die Freiheit, uns Tätigkeiten auszusuchen, von denen wir selbst profitieren und ganz selbstverständlich auch &quot;Vermögen&quot; erwirtschaften. Luxusstreben, Wissensdurst, Forscherdrang, dafür braucht man Geld: das wären nach wie vor antreibenden Faktoren, die Entwicklung und Fortschritt möglich machen. 

Mal Hand aufs Herz: Was würdest du denn mit einem BGE anfangen? Etwa nichts?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sagte: &#8220;Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen.&#8221; </p>
<p>Du sagtest: &#8220;Natürlich gibt es die. Da sind diejenigen, die arbeiten gehen und Vermögen erwirtschaften und auf der anderen Seite sind die, die sich die Freiheit nehmen möchten, jeden Monat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Summe X zu kassieren, ohne dafür etwas tun zu müssen. Es gibt kein Recht auf finanzierte Faulhei, oder wie Du schreibst: „Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum “Arbeiten” hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde.”</p>
<p>Hast du vielleicht ein schlechtes Menschbild. Ich nehme an, du gehst davon aus, dass sich alle auf die müde Haut legen würden, während du wahrscheinlich als letzte arbeitende Bastion übrig bliebest? Frage dich doch zuerst selbst, was du mit einem BGE anfangen würdest. Gesetzt den Fall, du würdest einer Tätigkeit nachgehen, die etwas &#8220;erwirtschaftet&#8221; und dir zudem auch noch sinnvoll erscheint, kannst du ruhig von dir auf andere schließen. Denkst du wirklich, dass die Menschen es toll finden, &#8220;faul&#8221; zu sein? Das hat noch niemanden weitergebracht. </p>
<p>&#8220;Ein Recht auf Faulheit&#8221;, tja, das ist in der Tat nirgendwo niedergeschrieben. Sollte es aber vielleicht mal. Ich würde es nur etwas anders formulieren. Das Recht auf Selbstbestimmung. Das Recht auf die  Menschenwürde. Das Recht darauf, zu essen und zu trinken zu haben, auf Unterkunft, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Und damit wären wir beim Grundgesetz. Gäbe es diese Rechte von Geburt an mitgeliefert, dann hätten wir endlich die Freiheit, uns Tätigkeiten auszusuchen, von denen wir selbst profitieren und ganz selbstverständlich auch &#8220;Vermögen&#8221; erwirtschaften. Luxusstreben, Wissensdurst, Forscherdrang, dafür braucht man Geld: das wären nach wie vor antreibenden Faktoren, die Entwicklung und Fortschritt möglich machen. </p>
<p>Mal Hand aufs Herz: Was würdest du denn mit einem BGE anfangen? Etwa nichts?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kai Bojens</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1844</link>
		<dc:creator>Kai Bojens</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 15:35:44 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Warum so zynisch? Ich finanziere ebenso mit, wie jeder andere. Die Finanzierung erfolgt über die Konsumsteuer und ist damit unabhängig von Erwerbsarbeit.&lt;/blockquote&gt;

Nun, ebenso wie es kein perpetuum mobile gibt, finanzierst Du ein Bedingungsloses Grundeinkommen nicht alleine. Du bist darauf angewiesen, dass andere Teile ihres Vermögens in Form von Steuern abgeben. Ob das nun über eine Einkommensteuer oder mittels einer Konsumsteuer erfolgt, macht unter dem Strich keinen Unterschied für den, der diese Steuern bezahlt. Und natürlich ist das nicht unabhängig von Erwerbsarbeit, da mit dieser ja erst das Vermögen erwirtschaftet werden muss, dass ich dann ausgeben kann.

&lt;blockquote&gt;Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen. &lt;/blockquote&gt;

Natürlich gibt es die. Da sind diejenigen, die arbeiten gehen und Vermögen erwirtschaften und auf der anderen Seite sind die, die sich die Freiheit nehmen möchten, jeden Monat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Summe X zu kassieren, ohne dafür etwas tun zu müssen. Es gibt kein Recht auf finanzierte Faulhei, oder wie Du schreibst: „Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum “Arbeiten” hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde.”

&lt;blockquote&gt;Zum Prinzip “Leistung nur bei Gegenleistung”: Demnach müsste ja jeder, der Kindergeld, Bafög, ALG II oder Geld für eine Behinderung erhält, nach deiner Aussage eine Gegenleistung dafür erbringen. Wie soll die eigentlich aussehen? Sollen Arbeitslose für ihr ALG arbeiten? Haha.&lt;/blockquote&gt;

Wer eine steuerfinanzierte Sozialleistung wie ALG2 erhält und zum Arbeiten in der Lage ist (also ausdrücklich keine Alleinerziehenden, Menschen mit Behinderungen und andere, die nicht arbeiten können!), soll sich entweder um eine Arbeit bemühen oder gemeinnützige Arbeit leisten. Wer Hilfe von der Gesellschaft erhält, soll sich dieser auch verpflichten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum so zynisch? Ich finanziere ebenso mit, wie jeder andere. Die Finanzierung erfolgt über die Konsumsteuer und ist damit unabhängig von Erwerbsarbeit.</p></blockquote>
<p>Nun, ebenso wie es kein perpetuum mobile gibt, finanzierst Du ein Bedingungsloses Grundeinkommen nicht alleine. Du bist darauf angewiesen, dass andere Teile ihres Vermögens in Form von Steuern abgeben. Ob das nun über eine Einkommensteuer oder mittels einer Konsumsteuer erfolgt, macht unter dem Strich keinen Unterschied für den, der diese Steuern bezahlt. Und natürlich ist das nicht unabhängig von Erwerbsarbeit, da mit dieser ja erst das Vermögen erwirtschaftet werden muss, dass ich dann ausgeben kann.</p>
<blockquote><p>Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen. </p></blockquote>
<p>Natürlich gibt es die. Da sind diejenigen, die arbeiten gehen und Vermögen erwirtschaften und auf der anderen Seite sind die, die sich die Freiheit nehmen möchten, jeden Monat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Summe X zu kassieren, ohne dafür etwas tun zu müssen. Es gibt kein Recht auf finanzierte Faulhei, oder wie Du schreibst: „Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum “Arbeiten” hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde.”</p>
<blockquote><p>Zum Prinzip “Leistung nur bei Gegenleistung”: Demnach müsste ja jeder, der Kindergeld, Bafög, ALG II oder Geld für eine Behinderung erhält, nach deiner Aussage eine Gegenleistung dafür erbringen. Wie soll die eigentlich aussehen? Sollen Arbeitslose für ihr ALG arbeiten? Haha.</p></blockquote>
<p>Wer eine steuerfinanzierte Sozialleistung wie ALG2 erhält und zum Arbeiten in der Lage ist (also ausdrücklich keine Alleinerziehenden, Menschen mit Behinderungen und andere, die nicht arbeiten können!), soll sich entweder um eine Arbeit bemühen oder gemeinnützige Arbeit leisten. Wer Hilfe von der Gesellschaft erhält, soll sich dieser auch verpflichten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erika</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1843</link>
		<dc:creator>Erika</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 09:38:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.kai-bojens.de/?p=690#comment-1843</guid>
		<description>&quot;Mit Verlaub — Du möchtest das Bedingungslose Grundeinkommen von der Gesellschaft finanziert bekommen, Dich aber der Gesellschaft zu keiner Gegenleistung verpflichtet fühlen? Klingt einleuchtend.&quot;

Warum so zynisch? Ich finanziere ebenso mit, wie jeder andere. Die Finanzierung erfolgt über die Konsumsteuer und ist damit unabhängig von Erwerbsarbeit. Wenn ich also einen Drucker kaufe, dann fließt dieses Geld in den BGE-Topf zur Finanzierung. Wer viel konsumiert, zahlt viel. Wer wenig konsumiert, zahlt wenig. Niemand verliert dabei. Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen. Es würde weder &quot;die Penner&quot;, noch &quot;die Bonzen&quot; geben, über die sich entweder die eine oder andere Seite heutzutage aufregt. Schwierig, sich das vorzustellen?

Du sagst: &quot;Diese „Freiheit” wird Dir durch die Steuerabgaben anderer finanziert, die dafür arbeiten gehen.&quot; 

Frage: Wer sind denn die einen und wer sind &quot;die anderen&quot;? Noch mal: Alle zahlen Steuern. 

Zum Prinzip &quot;Leistung nur bei Gegenleistung&quot;: Demnach müsste ja jeder, der Kindergeld, Bafög, ALG II oder Geld für eine Behinderung erhält, nach deiner Aussage eine Gegenleistung dafür erbringen. Wie soll die eigentlich aussehen? Sollen Arbeitslose für ihr ALG arbeiten? Haha. 

Und wenn du mal einen Gedankengang raufschaltest, erbringen alle diese Menschen auf ihre Weise eine &quot;Gegenleistung&quot;. Nur nicht so direkt. Und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Mancher, der keine Arbeit fand, hat beispielsweise angefangen, eine Idee für eine Selbstständigkeit zu entwickeln und gründete später ein Unternehmen, schuf neue Arbeitsplätze. Oder er schrieb ein Buch, programmierte eine Blog-Seite oder malte Bilder. Auch wenn dieser Mensch monatelang arbeitslos war, heißt das nicht, er hätte nichts getan. Denn nichts tun: das hält kein Mensch auf Dauer aus.  

Die Verpflichtung an der Gesellschaft: Das ist nichts, was ANDERE einem sagen. Das ist etwas, das man SELBST empfindet. Und wer ist schon &quot;die Gesellschaft&quot;? Da fang ich doch einfach bei mir und meinem sozialen Umfeld an. So lange ich dieses Umfeld pflege, mich um Menschen kümmere, ihnen materiell oder emotional helfe, auf ihre Kinder aufpasse, ihnen bei der Arbeitssuche helfe oder mir selbst helfen lassen, bin ich bereits etwas eingegangen. Ich finde, man darf den Rest der Gesellschaft nicht einfach von sich abspalten - &quot;die Gesellschaft&quot;, das ist nicht abstrakt, das ist ganz konkret. 

Zuletzt will ich aber auch noch sagen: mir ist es ganz egal, was ANDERE machen oder was sie unterlassen. Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum &quot;Arbeiten&quot; hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde. Ich bin überzeugt, dass der Großteil sich lieber schöpferisch tätig zeigt. Was immer man auch darunter verstehen mag.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mit Verlaub — Du möchtest das Bedingungslose Grundeinkommen von der Gesellschaft finanziert bekommen, Dich aber der Gesellschaft zu keiner Gegenleistung verpflichtet fühlen? Klingt einleuchtend.&#8221;</p>
<p>Warum so zynisch? Ich finanziere ebenso mit, wie jeder andere. Die Finanzierung erfolgt über die Konsumsteuer und ist damit unabhängig von Erwerbsarbeit. Wenn ich also einen Drucker kaufe, dann fließt dieses Geld in den BGE-Topf zur Finanzierung. Wer viel konsumiert, zahlt viel. Wer wenig konsumiert, zahlt wenig. Niemand verliert dabei. Es gibt beim BGE keine zwei Seiten, die sich feindlich gegenüber stehen. Es würde weder &#8220;die Penner&#8221;, noch &#8220;die Bonzen&#8221; geben, über die sich entweder die eine oder andere Seite heutzutage aufregt. Schwierig, sich das vorzustellen?</p>
<p>Du sagst: &#8220;Diese „Freiheit” wird Dir durch die Steuerabgaben anderer finanziert, die dafür arbeiten gehen.&#8221; </p>
<p>Frage: Wer sind denn die einen und wer sind &#8220;die anderen&#8221;? Noch mal: Alle zahlen Steuern. </p>
<p>Zum Prinzip &#8220;Leistung nur bei Gegenleistung&#8221;: Demnach müsste ja jeder, der Kindergeld, Bafög, ALG II oder Geld für eine Behinderung erhält, nach deiner Aussage eine Gegenleistung dafür erbringen. Wie soll die eigentlich aussehen? Sollen Arbeitslose für ihr ALG arbeiten? Haha. </p>
<p>Und wenn du mal einen Gedankengang raufschaltest, erbringen alle diese Menschen auf ihre Weise eine &#8220;Gegenleistung&#8221;. Nur nicht so direkt. Und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Mancher, der keine Arbeit fand, hat beispielsweise angefangen, eine Idee für eine Selbstständigkeit zu entwickeln und gründete später ein Unternehmen, schuf neue Arbeitsplätze. Oder er schrieb ein Buch, programmierte eine Blog-Seite oder malte Bilder. Auch wenn dieser Mensch monatelang arbeitslos war, heißt das nicht, er hätte nichts getan. Denn nichts tun: das hält kein Mensch auf Dauer aus.  </p>
<p>Die Verpflichtung an der Gesellschaft: Das ist nichts, was ANDERE einem sagen. Das ist etwas, das man SELBST empfindet. Und wer ist schon &#8220;die Gesellschaft&#8221;? Da fang ich doch einfach bei mir und meinem sozialen Umfeld an. So lange ich dieses Umfeld pflege, mich um Menschen kümmere, ihnen materiell oder emotional helfe, auf ihre Kinder aufpasse, ihnen bei der Arbeitssuche helfe oder mir selbst helfen lassen, bin ich bereits etwas eingegangen. Ich finde, man darf den Rest der Gesellschaft nicht einfach von sich abspalten &#8211; &#8220;die Gesellschaft&#8221;, das ist nicht abstrakt, das ist ganz konkret. </p>
<p>Zuletzt will ich aber auch noch sagen: mir ist es ganz egal, was ANDERE machen oder was sie unterlassen. Meinetwegen kann jeder, der keine Lust zum &#8220;Arbeiten&#8221; hat, es bleiben lassen. Daran geht eine Gesellschaft nicht zugrunde. Ich bin überzeugt, dass der Großteil sich lieber schöpferisch tätig zeigt. Was immer man auch darunter verstehen mag.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kai Bojens</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1841</link>
		<dc:creator>Kai Bojens</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:05:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;“Leistung nur über Gegenleistung” ein Credo, von Medien und Politik so stark penetrieren, dass es mittlerweile wie eine Philosophie unserer Gesellschaft klingt. Ich finde das traurig.&lt;/blockquote&gt;

Mit Verlaub — Du möchtest das Bedingungslose Grundeinkommen von der Gesellschaft finanziert bekommen, Dich aber der Gesellschaft zu keiner Gegenleistung verpflichtet fühlen? Klingt einleuchtend. 

&lt;blockquote&gt;Die größte Chance im bedingungslosen Grundeinkommen liegt in der Freiheit, selbst entscheiden zu können, wem und zu welchen Konditionen ich jemandem meine Arbeitskraft anbiete.&lt;/blockquote&gt;

Diese „Freiheit” wird Dir durch die Steuerabgaben anderer finanziert, die dafür arbeiten gehen. Wenn Du selber entscheiden möchtest, wem Du zu welchen Konditionen Deine Arbeitskraft anbietest, ist das Dein gutes Recht. Aber nicht indem Du diese Freiheit auf Kosten anderer finanzierst, die diesen Spaß bezahlen sollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>“Leistung nur über Gegenleistung” ein Credo, von Medien und Politik so stark penetrieren, dass es mittlerweile wie eine Philosophie unserer Gesellschaft klingt. Ich finde das traurig.</p></blockquote>
<p>Mit Verlaub — Du möchtest das Bedingungslose Grundeinkommen von der Gesellschaft finanziert bekommen, Dich aber der Gesellschaft zu keiner Gegenleistung verpflichtet fühlen? Klingt einleuchtend. </p>
<blockquote><p>Die größte Chance im bedingungslosen Grundeinkommen liegt in der Freiheit, selbst entscheiden zu können, wem und zu welchen Konditionen ich jemandem meine Arbeitskraft anbiete.</p></blockquote>
<p>Diese „Freiheit” wird Dir durch die Steuerabgaben anderer finanziert, die dafür arbeiten gehen. Wenn Du selber entscheiden möchtest, wem Du zu welchen Konditionen Deine Arbeitskraft anbietest, ist das Dein gutes Recht. Aber nicht indem Du diese Freiheit auf Kosten anderer finanzierst, die diesen Spaß bezahlen sollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erika</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1840</link>
		<dc:creator>Erika</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 12:50:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.kai-bojens.de/?p=690#comment-1840</guid>
		<description>Hallo Kai,
ich bin auf der Recherche nach Blogs zu diesem Thema auf diese Seite gestoßen. Ich bin ein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens. Gerne möchte ich die Diskussion wieder aufrollen. Vielleicht bist du weiterhin offen für Argumente? 

Von Berufs wegen habe ich in meiner ersten Laufbahn eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten gemacht. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, du stündest stellvertretend für meinen ehemaligen Aebeitgeber, eine gesetzliche Krankenversicherung. Dort wurde uns während der Ausbildung das Solidaritätsprinzip fast missionarisch vermittelt. Ich habe viele Jahre meines Lebens dieses System sehr verteidigt. Doch auch ein gutes System ist irgendwann nicht mehr zeitgemäß. Genauso betrachte ich mittlerweile die Sozialversicherung. Alle für einen, einer für alle, das kann nur funktionieren, so lange alle unter denselben Bedingungen leben und arbeiten können. Vollbeschäftigung unter dem Aspekt der vollen Sozialversicherung stirbt einen langsamen Tod. Schade, dass wir dabei zusehen, ohne die wunderbare Möglichkeit des BGE richtig nachzuvollziehen. 
&quot;Leistung nur über Gegenleistung&quot; ein Credo, von Medien und Politik so stark penetrieren, dass es mittlerweile wie eine Philosophie unserer Gesellschaft klingt. Ich finde das traurig. 

Die größte Chance im bedingungslosen Grundeinkommen liegt in der Freiheit, selbst entscheiden zu können, wem und zu welchen Konditionen ich jemandem meine Arbeitskraft anbiete. Zu entscheiden, ob ich in der freien Wirtschaft oder der Kulturarbeit tätig sein will oder mich vollkommen der Familienarbeit widmen möchte und somit für andere da bin. Solidarität ist hierbei vollkommen integriert und kein Widerspruch. Endlich könnten Mütter und Väter ihre Erziehungsarbeit tun, ohne, dass die Gesellschaft ihnen erzählt, sie würden &quot;nicht arbeiten&quot;. Dass man daneben auch noch Dinge tun kann, die trotzdem Geld einrbingen, eine super Sache! Dann gingen wir vielleicht in einem viel größeren Maße Tätigkeiten nach, die uns sinnvoll erscheinen.  

Noch mal zurück: Die Pflicht zur Sozialversicherung entstand in einer Zeit, in der noch nicht absehbar war, wohin sich die Gesellschaft und der Markt entwickelt. Damals sahen die politischen Entscheidungsträger sich in der Position derjenigen, die solchen Menschen, die unter einem bestimmten jährlichen Einkommensgrenze lagen, eine Pflichtversicherung aufzuerlegen. Man denke mal näher über diesen Schritt nach. Und komme zu dem Ergebnis: dies ist überholt. Statt einer Pflichversicherung in Sachen Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter und die im Laufe der Jahrzehnte angewachsenen Transferleistungen, die immerhin bei über 700 Milliarden Euro jährlich kosten, nehme man dieses viele schöne Geld und verteile es einfach gerecht und ohne Bedinung an alle Bürger, anstatt wie jetzt, zich Kategorien aufzumachen, als da wären Kindergeld, Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld, Bafög, Krankengeld und so weiter und so fort (es gibt über hundert verschiedene Geldleistungen)! Allein die hierfür benötigte Bürokratie verschlingt große Mengen Geld. Und Nerven. 
Dabei ist es manchmal genauso simpel, wie es klingt: eine neue Steuerreform passt eben doch auf einen Bierdeckel. Ganz einfach. 

Nicht so einfach ist der gesellschaftliche Wandel. Beziehungsweise das Umdenken im Kopf. Wünschen wir uns selbst Erfolg dabei. Bleiben wir solidarisch oder besser: Werden wir noch solidarischer als zuvor. Wünschen wir denen Erfolg, die schöpferisch tätig sein wollen (und das sind die meisten von uns, es ginge wieder die Natur des Menschen)und lassen wir doch die in Ruhe, die es nicht wollen oder können. &quot;Die Faulen, die Schmarotzer&quot; - in der Trägheit liegt häufig auch die Chance, Dinge zu entdecken, die der emsig Strebende gern mal übersieht. Faul sein, nichts tun. Daraus entstanden ganze Kulturen, Dichtung und Kunst. Bitte nicht vergessen. In der politischen Diskussion hat man bei dieser ganzen Arbeitsmarkt- und Leistungsdiskussion oft den Eindruck, wir würden wieder preußisch werden.

In diesem Sinne: allen frohes Schaffen:-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kai,<br />
ich bin auf der Recherche nach Blogs zu diesem Thema auf diese Seite gestoßen. Ich bin ein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens. Gerne möchte ich die Diskussion wieder aufrollen. Vielleicht bist du weiterhin offen für Argumente? </p>
<p>Von Berufs wegen habe ich in meiner ersten Laufbahn eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten gemacht. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, du stündest stellvertretend für meinen ehemaligen Aebeitgeber, eine gesetzliche Krankenversicherung. Dort wurde uns während der Ausbildung das Solidaritätsprinzip fast missionarisch vermittelt. Ich habe viele Jahre meines Lebens dieses System sehr verteidigt. Doch auch ein gutes System ist irgendwann nicht mehr zeitgemäß. Genauso betrachte ich mittlerweile die Sozialversicherung. Alle für einen, einer für alle, das kann nur funktionieren, so lange alle unter denselben Bedingungen leben und arbeiten können. Vollbeschäftigung unter dem Aspekt der vollen Sozialversicherung stirbt einen langsamen Tod. Schade, dass wir dabei zusehen, ohne die wunderbare Möglichkeit des BGE richtig nachzuvollziehen.<br />
&#8220;Leistung nur über Gegenleistung&#8221; ein Credo, von Medien und Politik so stark penetrieren, dass es mittlerweile wie eine Philosophie unserer Gesellschaft klingt. Ich finde das traurig. </p>
<p>Die größte Chance im bedingungslosen Grundeinkommen liegt in der Freiheit, selbst entscheiden zu können, wem und zu welchen Konditionen ich jemandem meine Arbeitskraft anbiete. Zu entscheiden, ob ich in der freien Wirtschaft oder der Kulturarbeit tätig sein will oder mich vollkommen der Familienarbeit widmen möchte und somit für andere da bin. Solidarität ist hierbei vollkommen integriert und kein Widerspruch. Endlich könnten Mütter und Väter ihre Erziehungsarbeit tun, ohne, dass die Gesellschaft ihnen erzählt, sie würden &#8220;nicht arbeiten&#8221;. Dass man daneben auch noch Dinge tun kann, die trotzdem Geld einrbingen, eine super Sache! Dann gingen wir vielleicht in einem viel größeren Maße Tätigkeiten nach, die uns sinnvoll erscheinen.  </p>
<p>Noch mal zurück: Die Pflicht zur Sozialversicherung entstand in einer Zeit, in der noch nicht absehbar war, wohin sich die Gesellschaft und der Markt entwickelt. Damals sahen die politischen Entscheidungsträger sich in der Position derjenigen, die solchen Menschen, die unter einem bestimmten jährlichen Einkommensgrenze lagen, eine Pflichtversicherung aufzuerlegen. Man denke mal näher über diesen Schritt nach. Und komme zu dem Ergebnis: dies ist überholt. Statt einer Pflichversicherung in Sachen Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter und die im Laufe der Jahrzehnte angewachsenen Transferleistungen, die immerhin bei über 700 Milliarden Euro jährlich kosten, nehme man dieses viele schöne Geld und verteile es einfach gerecht und ohne Bedinung an alle Bürger, anstatt wie jetzt, zich Kategorien aufzumachen, als da wären Kindergeld, Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld, Bafög, Krankengeld und so weiter und so fort (es gibt über hundert verschiedene Geldleistungen)! Allein die hierfür benötigte Bürokratie verschlingt große Mengen Geld. Und Nerven.<br />
Dabei ist es manchmal genauso simpel, wie es klingt: eine neue Steuerreform passt eben doch auf einen Bierdeckel. Ganz einfach. </p>
<p>Nicht so einfach ist der gesellschaftliche Wandel. Beziehungsweise das Umdenken im Kopf. Wünschen wir uns selbst Erfolg dabei. Bleiben wir solidarisch oder besser: Werden wir noch solidarischer als zuvor. Wünschen wir denen Erfolg, die schöpferisch tätig sein wollen (und das sind die meisten von uns, es ginge wieder die Natur des Menschen)und lassen wir doch die in Ruhe, die es nicht wollen oder können. &#8220;Die Faulen, die Schmarotzer&#8221; &#8211; in der Trägheit liegt häufig auch die Chance, Dinge zu entdecken, die der emsig Strebende gern mal übersieht. Faul sein, nichts tun. Daraus entstanden ganze Kulturen, Dichtung und Kunst. Bitte nicht vergessen. In der politischen Diskussion hat man bei dieser ganzen Arbeitsmarkt- und Leistungsdiskussion oft den Eindruck, wir würden wieder preußisch werden.</p>
<p>In diesem Sinne: allen frohes Schaffen:-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Deckard</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1819</link>
		<dc:creator>Deckard</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 19:29:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.kai-bojens.de/?p=690#comment-1819</guid>
		<description>&quot;Aber das ist vermutlich das Problem der Befürworter des Grundeinkommens: Dass sie sich für moralisch total überlegen halten.&quot;

Einige radikalere und zugegeben unsachliche Bemerkungen veranlassen Sie dazu die ganze bGE-Fraktion in eine Schublade zu stecken? Ziemlich unprofessionell.
Abgesehen davon finde ich das Konzept des bGE gegenüber dem momentanen Steuerkonzept tatsächlich moralisch wertvoller und auch solidarischer.
Ich glaube Sie verwechseln in Ihrem Beitrag die Solidarität gegenüber den Mitmenschen mit der Solidarität gegenüber dem derzeitigen Wirtschaftssystem.

Schieben wir einmal alle Gefühle beiseite, die das bedingungslose Grundeinkommen  &quot;verdrängen&quot;... was bleibt dann noch über, als die logische Zustimmung?

Frohe Weihnachten allen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aber das ist vermutlich das Problem der Befürworter des Grundeinkommens: Dass sie sich für moralisch total überlegen halten.&#8221;</p>
<p>Einige radikalere und zugegeben unsachliche Bemerkungen veranlassen Sie dazu die ganze bGE-Fraktion in eine Schublade zu stecken? Ziemlich unprofessionell.<br />
Abgesehen davon finde ich das Konzept des bGE gegenüber dem momentanen Steuerkonzept tatsächlich moralisch wertvoller und auch solidarischer.<br />
Ich glaube Sie verwechseln in Ihrem Beitrag die Solidarität gegenüber den Mitmenschen mit der Solidarität gegenüber dem derzeitigen Wirtschaftssystem.</p>
<p>Schieben wir einmal alle Gefühle beiseite, die das bedingungslose Grundeinkommen  &#8220;verdrängen&#8221;&#8230; was bleibt dann noch über, als die logische Zustimmung?</p>
<p>Frohe Weihnachten allen!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Lübeck</title>
		<link>http://blog.kai-bojens.de/2009/02/16/gegen-ein-bedingunsloses-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-1463</link>
		<dc:creator>Andreas Lübeck</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 21:51:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.kai-bojens.de/?p=690#comment-1463</guid>
		<description>Du machst einen Denkfehler, wenn Du sagst,
&gt;&gt; Solidarität ist gegenseitiges Einstehen. Ein Grundeinkommen, das ohne Bedingungen gezahlt würde, entkoppelt die Empfänger von der Pflicht zur Solidarität. Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn ein Teil von ihr ohne Pflicht zur Gegenleistung von der Mehrheit ein Einkommen verlangt. Das ist schlicht die Aufkündigung jeder Solidarität.&lt;&lt;
Bei der Finanzierung des Grundeinkommens über eine 50%ige Mehrwertsteuer zahlt jeder, der über das Lebensminimum konsumiert in den Topf ein. - Selbst wer 1000,-€ Grundeinkommen erhält, zahlt davon 500,-€ Steuern. Es KANN sich NIEMAND mehr vor Steuerabgaben drücken!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du machst einen Denkfehler, wenn Du sagst,<br />
&gt;&gt; Solidarität ist gegenseitiges Einstehen. Ein Grundeinkommen, das ohne Bedingungen gezahlt würde, entkoppelt die Empfänger von der Pflicht zur Solidarität. Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn ein Teil von ihr ohne Pflicht zur Gegenleistung von der Mehrheit ein Einkommen verlangt. Das ist schlicht die Aufkündigung jeder Solidarität.&lt;&lt;<br />
Bei der Finanzierung des Grundeinkommens über eine 50%ige Mehrwertsteuer zahlt jeder, der über das Lebensminimum konsumiert in den Topf ein. &#8211; Selbst wer 1000,-€ Grundeinkommen erhält, zahlt davon 500,-€ Steuern. Es KANN sich NIEMAND mehr vor Steuerabgaben drücken!!!</p>
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