Dass es am Rand ganz linksaußen mit der Logik nicht immer ganz so gut funktioniert – geschenkt. Wundert mich auch nicht. Wenn Traum und Wirklichkeit aufeinandertreffen, kann nicht jede Seite gewinnen. Allerdings sollte man vielleicht bei der Zusammenstellung eines Wahlprgramms schon mehr als fünf Minuten nachdenken:
“Die Hansestadt Lübeck nimmt für sich in Anspruch, eine Stadt der Kultur, der Künste und Wissenschaften zu sein. Der lobenswerte Anspruch hält aber einer Überprüfung nicht stand. Kultur bedeutet die Pflege und den Erhalt des geistigen, sozialen und künstlerischen Lebens. Diese Pflege ist in unserer Stadt nicht vorhanden. (…) Wir treten dafür ein, dass sich die Hansestadt Lübeck gegebenenfalls auch höher verschulden muss, um dem Anspruch einer Kulturstadt wirklich gerecht zu werden.” (Quelle: Wahlprogramm der SED PDS Linkspartei “Die Linke.”; Hervorhebung von mir)
Auf der anderen Seite gibt es aber eine Pressemitteilung eben dieser Partei vom 30.06.2007:
“Linke: Theater muss auf den Prüfstand
(…) Unsere Position ist klar: Zu verhindern ist ein erneuter sozialer Kahlschlag, raus aus den teuren Verträgen, Kostenübernahmen und Subventionen der Prestigeobjekte. Und, auch wenn es ein heißen Eisen ist, die 16 Millionen Unterstützung für das Theater müssen überprüft werden und andere Finanzierungsmodelle gesucht werden. Wer die 100 000 Euro für das Kommunale Kino streicht, kann nicht ernsthaft 16 Millionen für das Theater ausgeben.” (Quelle: HL-Live ;Hervorhebung im Text von mir)
Also einerseits soll die Hansestadt Lübeck noch mal richtig tief in die Kasse greifen und gerne noch mehr auf den schon riesigen Schuldenberg aufsatteln, um dem Anspruch der Kulturstadt gerecht zu werden. Auf der anderen Seite fordert dieselbe Partei aber, dass das Theater auf gar keinen Fall so weiter finanziert werden dürfe. “Hmmm, neee, is’ klar”, würde Atze Schröder jetzt sagen…
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