Einen wichtigen Punkt habe ich auch übersehen: Der Hotel- und Gaststättenverbande DEHOGA hatte mit der Bundesregierung schon am 1. März 2005 eine freiwillige Vereinbarung getroffen, derzufolge Nichtraucherbereiche geschaffen werden sollten, eben auch um ein Rauchverbot zu verhindern: “Die Regelung zwischen der Bundesregierung und dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht vor, daß 30 Prozent der Verbandsmitglieder 30 Prozent ihrer Plätze ab März 2006 für Nichtraucher reservieren, mit steigender Tendenz in den nächsten Jahren (Quelle: FAZ)”. Das Ergebnis dieser “freiwilligen” Vereinbarung sah 2007 allerdings geringfügig anders als erwartet aus:
“Gerade jedes zehnte Speiselokal bietet Plätze für Nichtraucherinnen und Nichtraucher. Ohne eine gesetzliche Regelung kommt der Nichtraucherschutz nicht weiter, schließt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, daraus. Die ernüchternde Zahl ist Ergebnis einer Studie, die die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing jetzt in Berlin vorgestellt hat. In Auftrag gegeben worden war die Untersuchung von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv).
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte sich zum Ziel gesetzt, bis zum 1. März 2007 in 60 Prozent der Speisegaststätten 40 Prozent Nichtraucher-Plätze anzubieten.” (Quelle: Bundesregierung)
Die Wirte hatten also in den letzten drei Jahren durchaus die Möglichkeit, rauchfreie Räume zu schaffen. Allerdings haben sie die Möglichkeit offenkundig nicht genutzt.
Tags: Rauchverbot
Interessante Information. Dass diese Studie schlussendlich belegt, dass es mit der Freiwilligkeit in Sachen Nichtraucherschutz bei den Gastwirten nicht weit her ist, wunder wahrscheinlich niemanden.
Unter diesem Hintergrund steht jede Initiative den Nichtraucherschutz auf freiwillige Basis zu stellen, hoffentlich unter einem schlechten Stern.
Gester war ich im Tipasa. Da war es so voll wie immer. Leider wurde der kleine gemütliche Nebenraum den Rauchern gewidmet. Und trotzdem trifft man vor dem Tipasa immer wieder Raucher an, die natürlich zusammen mit Nichtrauchern im Nichtraucherbereich sitzen und zum Quarzen vor die Tür gehen.
Wenn Einraumkneipen-Wirte benachteiligt werden, dann nur durch die Raucherraum-Regelung. Diese sollte zurückgezogen werden, damit alle Wirte die selbe Chance haben.
Martin